Es geht los: Wenn Kampen zur Bühne wird (Pfingsten auf Sylt)
Shownotes
Ist Pfingsten ein unverzichtbarer Teil der Kampener Kultur – oder längst zu groß für das kleine Dorf?
In dieser Folge trifft Sandra Maurer zwei Menschen, die das Wochenende aus unterschiedlichen Perspektiven erleben. Tom Kinder, Geschäftsführer mehrerer Lokalitäten in Kampen und Umgebung, bereitet das „Pony" auf fünf Tage Ausnahmezustand vor. Mehr als die Hälfte des Jahresumsatzes kann in dieser kurzen Zeit erwirtschaftet werden. Dafür werden Getränke in riesigen Mengen bestellt, zusätzliche Sicherheitskräfte engagiert und sämtliche Abläufe neu organisiert.
Bürgermeisterin Stefanie Böhm betrachtet Pfingsten aus Sicht der Gemeinde. Sie spricht über Polizei, Rettungsdienste, Lärmbelastung und Sicherheitskonzepte – macht aber auch deutlich, dass Sylt junge Menschen und lebendige Orte braucht.
Gemeinsam zeichnen die Gespräche das Bild eines Dorfes, das seit Jahrzehnten von seiner besonderen Rolle lebt. Kampen ist exklusiv, teuer und voller Klischees. Gleichzeitig ist es ein ganz normales Dorf mit Fragen zu Wohnraum, Infrastruktur, Natur- und Küstenschutz.
Sandra Maurer stellt sich Fragen, wie „Wer kann und wer soll bei diesem Ereignis dabei sein?" und „Warum geben Menschen hier mehr Geld aus als anderswo?" - antworten geben ihr Tom Kinder, Betreiber des Pony, der Strandhalle und des Fratello, sowie Kampens Bürgermeisterin Stefanie Böhm.
In der nächsten Folge trifft Sandra Maurer auf die Unternehmer hinter der Sansibar - dem Kultort auf Sylt.
Transkript anzeigen
00:00:05: Hier ist Sandra Maurer mit Syltcast Pfingsten-Zwanzig, dem Podcast von der Insel Sylt.
00:00:11: Ich bin Journalistin, arbeite seit über dreiundzwanzig Jahren für RTL und lebe seit vier Jahren hier auf der schönen Insel sylt.
00:00:19: Jede Woche treffe ich jetzt Menschen, von denen wir spannendes erfahren – über ihren Beruf, ihr Leben und ihre Verbindung
00:00:26: zu Sylt!
00:00:28: Meine Gäste heute?
00:00:29: Tom Henry Kinder Geschäftsführer vom legendären Club Pony in Kampen Und Steffi Böhm, Bürgermeisterin von Kampen.
00:00:37: Ja es ist dieser Ort wo sich Party, auch der Glamour Alltag und Natur kreuzen – eine regelrechte Bühne für Begegnungen besonders an Pfingsten!
00:00:55: Wir sind schon ein bisschen gelassen da
00:00:57: geworden.
00:00:58: Ich darf zu mir kommen, ich will einmal dabei sein und probieren, wie wir studieren!
00:01:01: Ich schaffe eigentlich nicht...
00:01:02: Wir kennen nur Eingas-Bolgats und das ist
00:01:04: Dompi ne?
00:01:09: Die Gäste die hier feiern sind anspruchsvoll.
00:01:12: Sie haben Erwartungen an den Ort und die Gastronomie natürlich nicht nur am fängsten aber da ist es schon besonders weil so wahnsinnig viele kommen Und das ist dann echt eine Herausforderung für den kleinen Ort.
00:01:24: Das werden wir noch erfahren.
00:01:25: Ja, und auch für Ponychef Tom Kinder bedeutet das Fingstwochenende Ausnahmezustand.
00:01:31: Schon mal kurz getrailert?
00:01:32: In Folge vier bin ich genau da mitten drin im Pony wenn Tausende von Menschen feiern!
00:01:38: Und genau DAS muss vorbereitet werden.
00:01:40: Aber erstmal nimmt uns Tom Kinder mit ins Pony Die Vorbereitung für Fingsten laufen Welche Werte ihn
00:01:46: so erfolgreich
00:01:47: machen?!
00:01:48: Ja...und was für Steffi Böhm der
00:01:50: Frau im Ort
00:01:51: besonders wichtig ist an diesen Tagen Jetzt
00:01:55: In Syltcast,
00:01:56: Pfingsten, und auch auf YouTube.
00:02:00: Schreibt mir gerne in die Kommentare wie es dir gefällt und was dich interessiert an Sylt!
00:02:04: Ich freu mich natürlich wenn du mehr folgst.
00:02:06: Dann weißt du bei deinem nächsten Sylttrip immer, was auf der Insel los ist.
00:02:10: Pfingston gehe ich sogar besser ans Telefon als sonst.
00:02:13: Ich schlafe eigentlich nicht.
00:02:14: Vielleicht bin Tom?
00:02:15: Ich betreib seit im Jahr zwanzig das Pony.
00:02:18: Seit dem Jahr zweiundzwanzig glaube ich die Strandhalle.
00:02:25: Heute
00:02:26: ist Montag.
00:02:26: Es sind nur noch vier Tage bis Fingsten, ich sitze bei Tom Kinder in der Außenbar.
00:02:31: Viele kennen ihn!
00:02:32: Seit sechs Jahren führt er das Pony auf der Whiskey-Meile und da sitzen wir jetzt auch.
00:02:37: Tom hat überhaupt gar keine Zeit.
00:02:39: vor der Tür steht ein Getränkelieferant.
00:02:42: Direkt nebenan hat Tom zusammen mit den Jungs von der Sturmhabe noch einen neuen Treffpunkt für Kampen geschaffen – Das Fratello Das Fratello, stellts mal kurz vor.
00:02:51: Was ist das für die, die das jetzt noch nicht kennen?
00:02:53: Genau wir haben da in dem ehemaligen Leisefahr und zwischenzeitlich auch Odin.
00:02:59: Haben wir jetzt einen richtig schönen Italiener reingebaut.
00:03:02: Sehr unaufgeregt sehr klassisch.
00:03:04: Es gibt kein Rinderfilet oder sonst irgendwas sondern es gibt einfach so klassische italienische Küche mit geilen Antipasti.
00:03:09: Und dann haben wir immer ab sechs Uhr geöffnet, haben Mittwochs unseren Ruhetag Ja, und versuchen so ein bisschen auch später Küche anzubieten.
00:03:19: Deswegen ums Sechzehn Uhr Start.
00:03:21: Und so wie jetzt am Samstag sind Leute noch einen Koma am Dreiundzwanzig Uhr noch Pizza gegessen.
00:03:25: Das waren wir im Sommer schon durchziehen.
00:03:27: Wir haben jetzt gerade geschlossen.
00:03:28: grundsätzlich ist natürlich der Winter immer lang die ganzen Läden dann jetzt Fratello.
00:03:34: Eröffnung war natürlich ein arbeitsintensives Ding ja und dann immer wieder neues Team aufbauen in der Strandhalle.
00:03:42: Sontha hat das ganze Jahr geöffnet, aber auch da so eine eingespannt.
00:03:46: Und Pony hat jetzt ja auch seit Ostern wieder auf.
00:03:48: Warum habt ihr jetzt geschlossen?
00:03:51: Das hat ja irgendwas mit Fingsten wahrscheinlich zu tun.
00:03:53: Grundsätzlich ist es halt ein kleines Festival und wir haben's die ersten Jahre als wir im Jahr war voll Corona.
00:03:59: Einundzwanzig hatten wir das erste Fingston mit Bestimmung.
00:04:03: Da durften irgendwie fünfzig Leute auf die Terrasse.
00:04:07: Ich, der auch Fingstan von Oskar noch kannte Es war natürlich traurig, das hier so zu sehen bei besten Wetter.
00:04:15: Aber ich glaube so seit dreiundzwanzig entwickelt sich das ja immer doller, immer größer, noch mehr Gäste.
00:04:25: und jetzt haben wir einfach gesagt letztes Jahr schon, dass wir diese Vorbereitungszeit brauchen.
00:04:29: Das Team hat heute nochmal frei gestern auch morgen.
00:04:35: Wir kriegen gerade Getränkelieferungen, wir bauen ja einmal alles um.
00:04:38: Alles auf links, Handwerker kommen noch und dann um bestmöglich für diese brutalen fünf Tage da zu
00:04:45: sein.".
00:04:45: Du sagst grade Getränkelieferung was wird denn geliefert?
00:04:48: Was wird denn am meisten getrunken?
00:04:49: Was muss definitiv an Pfingsten hier
00:04:50: sein?".
00:04:51: Witzigerweise verkaufen wir glaube ich auf die Flasche gesehen am meisten Wasser.
00:04:55: das ist ja löblich dass die Leute so viel Wasser trinken.
00:05:00: Ich glaube also grundsätzlich verkaufen natürlich extrem viele Champagner in diesem Wochenende.
00:05:04: Das ist schon so das Ding und ich glaube, es wird halt immer doller.
00:05:08: Immer weiter, immer höher.
00:05:09: Und da sind wir auch mit unserem Partner, Modernity, sehr gut aufgestellt die uns einfach ja bestmöglich unterstützen und ich glaub dieses Jahr sind... Ich glaube, dass Pony alleine hat, äh, sechsundzwanzig Paletten von Modernity bekommen!
00:05:23: Ich jetzt als Nicht-Gastronom weiß heißen, sechs und zwanzig paletten.
00:05:27: Wie viel ist da wo drauf?
00:05:29: Also wir haben tausend, zweieinhalb Flaschen Dom Perignon bestellt.
00:05:34: Drei Paletten nur Ruinard-Rosé... Das sind halt geil!
00:05:39: Zwei Tausend Flaschens Ruinards.
00:05:42: Das geht dann hier schon durch?
00:05:44: Ja.
00:05:44: Wahnsinn!
00:05:45: Wahnsinn was kostet eine Flasche?
00:05:48: Eine Flashe Dom Perillon liegt bei dreihundertneunzig Euro und eine Flache Ruinare-Rosee kostet hier Hundertneinzig Euro.
00:05:56: Dann haben wir ja so So Specialpakete habe ich ja irgendwann angefangen, die anzubieten.
00:06:01: Dass man wenn man sechs kauft eine kleine Vergünstigung kriegt und so.
00:06:06: Ehrlicherweise sind schon günstige Preise.
00:06:08: also wenn man die Wiesen damit vergleicht oder andere Clubs ist es schon nicht abgehoben.
00:06:15: Findest du dass jedes Fingsten anders ist?
00:06:18: Feiert man jetzt vielleicht zwanzig- sechsten-zwanzig anders als die letzten Jahre?
00:06:21: verändert sich das ?
00:06:22: Ja
00:06:23: Es ist jedes Jahr für uns, man kann leider nicht Copy und Paste jedes Fingsten gleichmachen.
00:06:28: Aufgrund des Wetters.
00:06:29: natürlich ist ein großes Thema.
00:06:31: Momentan sieht die vorher, sage ich ja sehr gut aus.
00:06:34: Letztes Jahr bei gefühlt Schnee-Regen hier mussten wir uns ganz anderen Herausforderungen widmen.
00:06:40: Aber das Schöne ist dadurch, dass wir eh einen Kartenvorverkauf haben.
00:06:45: Die Leute sind auf der Insel und die Leute sitzen da nicht gelangweilt in ihrem Haus oder ihre Wohnung sondern gehen dann halt raus und feiern, trinken.
00:06:53: Und es war ... Ich glaub, wir haben die Schirme bestimmt am Samstag zwanzig mal auf- und wieder zugemacht.
00:06:59: Denn immer diverse Wetter-Apps gleichzeitig parallel laufen lassen und dann immer versucht so viel offene Schirmen oder geschlossene Schirmes zu haben wie nur möglich.
00:07:12: Aber ändert sich der Lifestyle auch irgendwie?
00:07:14: Oder ist das die Ansprüche der Gäste, die kommen?
00:07:19: Ich glaube schon, also wir haben jetzt auch so was man merkt.
00:07:22: So internationale Gäste aus dem Dachbereich aber da ist ein Schweizer da, Österreicher das merkt man schon dass man gerade durch Social Media natürlich eine extrem hohe Reichweite hat und alle wollen glaube ich dann doch mal dabei sein oder viele wollen denn damals dabei sein.
00:07:41: Es wird schon immer doller.
00:07:43: Also ich glaube auch jetzt schon die Vorbestellung Und wenn mir jemand in den Jahren im Jahr Drei-Sieger-Boote-Domperian für zehn Tausend Euro dann irgendwie verkaufen.
00:07:52: Dann hätte ich den im Vogel gezeigt, weil aus meinem Hamburger Nachtleben kenne ich sowas nicht und letztes Jahr haben wir es doch schon relativ häufig dann verkauft.
00:08:02: ja also Ich glaube schon Wir versuchen hier schon immer noch Es ist zwar ein Festival aber schon auch den Pony Charakter hier mit Einfließen zu lassen.
00:08:09: Genau und ich glaube das kriegen wir bis jetzt ganz gut hin.
00:08:12: Jetzt für die, ich hab jetzt auch keine Ahnung.
00:08:14: Was ist so ein Boot?
00:08:15: Was bedeutet das?
00:08:16: Wir haben Sechserboote, neuner Boote, zwölfer Boote und dreißiger.
00:08:21: Was befindet sich da drin?
00:08:23: Champagner in den...
00:08:25: Flaschen!
00:08:25: Ja,
00:08:26: dreißig Flasche und Champagner ja.
00:08:29: Wow, okay.
00:08:30: Das sind dann aber große Gruppen, die das bestellen oder ...
00:08:33: Genau.
00:08:34: also einer würde es glaube ich nicht machen Aber es ist schon eigentlich zu viel für die Leute, die es dann bestellen.
00:08:40: Am Ende des Tages geht es natürlich schon hier drum, zu zeigen was man kann.
00:08:46: Darf ich fragen?
00:08:49: Was kostet so etwas?
00:08:49: Keine Ahnung.
00:08:51: Das Dreißig-Adomperian-Bot kostet Zehntausend
00:08:56: Euro.
00:08:58: Wer kann sich das leisten?
00:09:01: Alle die Zehnteusend Euro auf dem Konto haben!
00:09:04: Glaubst du dass sie dafür auch sparen, dass man sagt Ich spar jetzt für Pfingsten?
00:09:09: Das will ich einmal erleben weil ist ja Da kommen wir auch gleich noch zu, es ist ja wirklich ein Phänomen.
00:09:14: Aber wie kannst du dir das erklären?
00:09:15: Das Fingsten so'n Phänomene ist auf der Insel.
00:09:17: Warum isst das so?
00:09:18: Wo kommt das her?
00:09:19: Ich glaube es ist einfach Sommerstart, glaub ich einfach.
00:09:22: Ich glaube viele sagen vielleicht dass Ostern noch zu kalt oder Ostern ist was sich somit erlebt eher mit Familien wo die große Familien hier hinfahren.
00:09:31: Das sind wir in der Strandhalle mit viel großen Tischreservierungen und vielen Kindern.
00:09:36: Und ich glaube, Fingsten hat sich irgendwann so entwickelt, dass die Leute, die keinen Bock auf Menschenmassen haben und viele betrunkenen Menschen, die hier irgendwie rumtalken den ganzen Tag und am Strand feiern.
00:09:48: Dass sich das ein bisschen natürlich aussortiert hat.
00:09:52: Und dass das einfach das Wochenende ist wo Gas gegeben wird.
00:09:55: Ich hatte seit, glaube ich, im Jahr zwei Tausend fünfzehn Fingston nach Söld als Gast.
00:10:01: Es hat sich schon extrem verändert weil sich, glaube ich auch das Ausgehverhalten der Deutschen einfach gewandelt hat.
00:10:09: Also ich glaub Corona-bedingt die neue Feiergeneration hat sich einfach verändert angepasst.
00:10:14: Ich glaube man die Leute gehen nicht mehr so regelmäßig in Clubs und denn doch zu speziellen Anlässen ob sie dann nach Ibiza fahren oder nach Mallorca Oder halt Fingsten nach Sylt.
00:10:26: Und ich glaube, das finde ich ja das Schöne an Fingstens ist ja schon so wie ein großes Klassentreffen.
00:10:31: also die Tische kennen sich oft untereinander große Freundes Truppen fahren hier hin, die sich vielleicht das ganze Jahr über nicht sehen.
00:10:37: Das war einmal so'n Pieck Ich weiß ehrlicherweise gar nichts, was in den Fall sind oder so Wo die Sturmhaube so überrannt wurde wo so Mannschaftswagen hier noch nachts auf die Insel gekommen sind um das geräumt haben und super dramatisch irgendwie.
00:10:52: Er war einfach zu viel Mensch hier, und das hat sich dann mit der Schließung der Sturmhaube irgendwie so ein bisschen gelegt.
00:11:00: Es war nicht mehr ganz so krass, also hatte ich so das Gefühl ... Und jetzt seitdem die Sturmhaube und das Pony doch vielleicht an einem Strang ziehen und mit dem Cliff auch ihre Open Air-Geschichte machen, man sieht ja Strandhalle Wahnsinn!
00:11:19: Es ist von hier aus super weit weg, aber sind da einfach mit super vielen Tickets und die Leute lieben es da oben.
00:11:30: Und das ist eine ganz andere Party als hier.
00:11:35: Gar nicht mal andere Leute, aber ich glaube, da oben ist halt noch mehr auf Sylt feiern und gar nicht in der Whiskeymeile.
00:11:44: Aber die Whiskey-Maila hat ja auch so eine Geschichte.
00:11:47: So ne Historie, oder?
00:11:49: Es ist ... Die Leute geben hier anders Geld aus!
00:11:51: Es ist spektakulär zu sehen und ich wüsste auch nicht warum aber es ist diese Straße
00:11:59: macht was mit
00:11:59: diesen Leuten.
00:12:01: Und das war schon Anfang der Siebziger so.
00:12:03: Auch das Klischee, die Schönen und Reichen in Kampen.
00:12:07: Das gab's bereits Und irgendwie war damals schon klar Kampem is.
00:12:11: was ganz Besonderes Hier.
00:12:13: ein paar streitbare Meinungen von Unternehmern wie Berthold Beitz und Literaturkritiker Fritz Radatz aus dem Jahr twohundzehnhundertseinzig, aus einer Doku über
00:12:24: Kampen.
00:12:25: In schöner Umgebung.
00:12:27: schöne Menschen vorzugsweise
00:12:29: jugendliche Menschen denn Jugendlichkeit
00:12:31: ist hier vorgeschrieben.
00:12:33: lustige Menschen
00:12:34: fröhliche Menschen
00:12:36: nette Menschen
00:12:36: v.a.,
00:12:37: wer nicht nett ist
00:12:38: das hört man auf.
00:12:39: Schritt und Dritt gehört eigentlich
00:12:40: gar nicht
00:12:40: hierher.
00:12:41: Frauen, hier Mädchen genannt.
00:12:43: Wie aus Illustrierten geschnitten?
00:12:46: Eine Klicke hatte gerufen und sie kamen.
00:12:48: Denn Klicken geben in dieser Urlaubsgesellschaft den Ton an.
00:12:52: Klicken – das sind Rudel von Männern mit dem nötigen Geld für Drinks und Mädchen!
00:12:57: Sie spielen die Rolle der
00:12:58: Vor- und
00:12:59: Schautturner der Kampener Gesellschaft.
00:13:02: Glückliche Menschen.
00:13:03: Eine
00:13:03: kleine
00:13:04: provincialistische Snobgesellschaft.
00:13:07: Es ist gleichzeitig, darüber ist gar
00:13:09: keine Frage
00:13:10: ein großer Snobismus und auch eine Geldgesellschaft.
00:13:13: Denn natürlich können hier nur Leute sein die sich einen saftigen Preis auftrieb leisten könnten wie in Kampen da die Preise nun mal sind.
00:13:21: Diese
00:13:22: Massierung von Schauspiel möchte ich sagen das ist wie eine Bühne ist erkappend.
00:13:27: wenn sie nach mir ins
00:13:28: Gokartchen gehen
00:13:29: oder gehen woanders sind es wie eine bühne.
00:13:31: jeder kommt rein hat fast nen
00:13:32: Auftritt.
00:13:33: Da darf ich zu früh kommen, da darf ich nicht zu spät kommen und dann so angezogen sein.
00:13:38: Es ist ein bisschen Schauspieler.
00:13:41: So sieht von einer Pferde und dann hat man das Gefühl es ist was an Trauerspielen.
00:13:45: Das sagen auch Westerländer Gastronomen die sagen sie sitzen bei uns trinken Bier fahren nach Kampen und geben anders Geld aus.
00:13:52: Geiz ist eine üble
00:13:53: Charaktereigenschaft
00:13:54: oder nicht?
00:13:54: Genau die schlimmste.
00:13:55: Die schlimmste?
00:13:56: Ja sicherlich!
00:13:57: Das Geld muss aus dem Tenzer mit in die Tür wieder reinkommt.
00:14:05: Herr Lagerfeldt sagt, das Geld muss aus dem Fenster raus damit es zur Tür wieder reinkommt.
00:14:09: Genau!
00:14:10: Also ich glaube jeder sollte so viel Geld ausgeben wie er kann.
00:14:14: Ich glaube man kann auch mit wenig Geld sehr viel Spaß haben und auch sehr viel Spass hier auf Sylt und auch in Kampen.
00:14:20: also ist nicht so dass hier alle super viele Champagner kaufen müssen und wir drängen alle drauf sondern alle haben ihr Spaß.
00:14:27: und wenn man hier eine Erdbeerbohle an der Bar steht und einfach Stimmung macht sind das genauso gern gesehene Gäste Der, der sich das Dreißiger-Dompyboot holt.
00:14:35: Natürlich muss ich sagen als Gastronom ist es natürlich schöner wenn viele sich das gönnen aber die haben ja auch ein Happening dabei.
00:14:45: Ich finde es schön dass das Geld dann in Deutschland bleibt also dass man hier einen Ort geschaffen hat wo sie nicht ins Ausland fahren müssen um dieses Happening zu haben sondern einfach hier einfach besondere Momente erleben dürfen.
00:15:01: Wir machen über fünfzig Prozent des Jahresumsatzes an den fünf
00:15:04: Tagen.
00:15:29: Ich sitze im Kampfhüß, das Gemeindehaus in Kampen.
00:15:32: auf der ersten Etage hat Steffi Böhm ihr Büro.
00:15:35: Die Bürgermeisterin in diesem Dorf hat eigentlich auch gar keine Zeit für Gespräche.
00:15:39: Alles ist eng getaktet, umso mehr freue ich mich bei ihr sein zu dürfen!
00:15:45: Für
00:15:46: viele ist Kampen ja sowas wie ein Luxusort wegen der hohen Immobilienpreise, elege Schäfte und Restaurants sowie einem Publikum aus Promenenz und oftmals vermögenen Gästen.
00:15:56: Aber die Probleme sind hier wie in jedem anderen Dorf auch... Was ist so in Kampem?
00:16:01: bei
00:16:04: täglicher Geschäft alles, was mit der Gemeinde zu tun hat.
00:16:09: Es fängt an von Straßen über Bauanträge überhaupt mit Bau- und Wohnraum für Einheimische bei uns ein ganz wichtiges Thema.
00:16:18: Was bedeutet so Kampen für dich?
00:16:20: Dieser Ort
00:16:21: ist feiner.
00:16:22: Das sagt eigentlich schon alles.
00:16:25: Und eine wunderbare Anwalt.
00:16:28: Wir haben hier Ruhe.
00:16:30: Wir haben hier Trubel, wir haben eine tolle Gastronomie.
00:16:33: Wir haben einen super hochwertigen Einzelhandel... Ja du
00:16:36: sprichst es schon an mit dem Trubbel!
00:16:38: Du hast für den auch schon gesagt naja Ostern ist genauso trubelig aber jetzt steht ja Pfingsten vor der Tür.
00:16:42: Ist ja jetzt glaube ich in zwei Wochen ne?
00:16:44: Richtig!
00:16:44: Ist das nochmal so eine besondere Herausforderung für
00:16:47: dich?!
00:16:47: Ja, Pfingston ist eine Herausforderung.
00:16:50: Ich glaube es ist mittlerweile für die ganze Insel eine Herausforderungen geworden.
00:16:53: Aber wir sind jetzt schon ein bisschen gelassener geworden weil wir haben die letzten Zwei, drei Jahre machten wir wirklich wunderbare Fingsten vielleicht von ein, zwei Vorfällen.
00:17:04: Aber das waren
00:17:06: Ausnahmen...
00:17:07: aber sonst die jungen Leute.
00:17:08: es kommen hier unfassbar viele junge Leute.
00:17:10: Es ist ja fast wie so ein Festival, Fings-Festival kann man's schon nennen.
00:17:14: Vielleicht sollte man da draußen auch mal eine Veranstaltung machen.
00:17:16: damit dass auf anderen Beinen steht muss man sich wirklich überlegen und Ich finde es wunderbar, ich hoffe auch dass das Wetter gut wird.
00:17:25: Wir brauchen junge Menschen auf der Insel.
00:17:28: ganz wichtig!
00:17:30: Nicht nur Kranken braucht sie ganz nötig, aber auch junge Leute und die heute älteren.
00:17:36: Wir sind ja schon älters.
00:17:36: Der nächste Tag wird anstrengend.
00:17:38: Früher konnte man das alles besser ab, aber ich finde es herrlich und das muss man auch unterstützen.
00:17:44: eben die jungen Leute dort und es hat sich ja auch schon rumgesprochen, dass der ein oder andere dann vielleicht zu Fingsten nicht kommt.
00:17:52: Aber das Jahr ist mal in fünfzig Wochen und da findet man bestimmt auch einen anderes Wochenende und nicht unbedingt so Fingston wenn man den Trubel hier nicht mag.
00:18:00: aber ich finde jetzt ist toll anzuschauen.
00:18:01: alle sind super schön angezogen und sind wirklich genießen es!
00:18:07: Das macht einfach Spaß und solange alles friedlich.
00:18:11: Natürlich da ein, zwei putzige Vögel oder ein paar mehr hast du vielleicht immer dazwischen.
00:18:15: Aber die hast du auch im Sommer.
00:18:17: Die hast du immer und überall.
00:18:19: nicht nur das auch kein Syltafendomen.
00:18:22: Das gibt es überall.
00:18:24: Aber im Großen und Ganzen ist eine wunderbare Stimmung hier.
00:18:26: Und es hat sich ja schon ausgeweitet.
00:18:28: Die Entliste in der Strandhalle ist ne Party, dass Beach ausmacht.
00:18:34: In Hörnungen... Kann man mit der Adler, die machen Partys auf den Schiffen.
00:18:39: Also Samoa... Es machen wirklich so viele!
00:18:43: Auf der Promenade in Westerland zu machen.
00:18:45: So viele Party und das wird von den jungen Leuten super angenommen.
00:18:48: Deswegen Petrus bitte lasst die Sonne scheinen und lass es warm sein.
00:18:53: Würde mich so freuen.
00:18:54: Die Feierkultur hat sich verändert.
00:18:55: Man möchte draußen sein heutzutage.
00:18:56: Man will die Sonnen genießen sehen und gesehen werden.
00:19:01: Der Club macht es ja auch im Garten dann noch zusätzlich, was auch toll ist.
00:19:05: ich finde das wir haben.
00:19:07: früher gab's auch Strandpartys da gab sie großen Bacardi-Parties.
00:19:12: die auflagen werden ja manchmal muss ich ganz ehrlich sagen leider immer mehr und immer.
00:19:16: es wäre doch immer schwieriger sowas zu organisieren.
00:19:19: was die ganzen klar Sicherheit geht vor ist auch das höchste was wir das höhste gut dass wir haben.
00:19:24: das muss auch darauf geachtet werden aber Es macht es eben dann nicht einfacher.
00:19:29: Naturschutz spielt auch bei uns eine große Rolle, aber ich denke die ganze Insel achtet schon sehr auf den Naturschutz und das Leben muss doch auch im Einklang stattfinden.
00:19:41: also wir müssen da schon ein, wir müssen auch einen guten Weg finden.
00:19:45: Nur mit Verboten kommen wir hier auf der Inseln auch nicht weiter.
00:19:48: Dadurch, dass natürlich es unfassbar viele Menschen... Natürlich im Sommer sind auch unfassbare viele Menschen aber da ist das auch ein höheres Polizeihaufgebot!
00:19:56: Wir haben ja diese Saisonkräfte jetzt zu fängsten weil eben die großen Partys auch sind in der Sturmarbeit vergessen.
00:20:04: Das ist eine wunderbare... sind wir so happy, dass die auch einen tollen Außenbereich haben.
00:20:09: Und sie machen es einfach super und entsteht das Dorf ein bisschen.
00:20:13: Das ist
00:20:14: schon
00:20:15: gut.".
00:20:15: Und das Ganze hat ja eine Geschichte!
00:20:17: Ein ehemaliger Playboy – gut aussehend vermögend feiert hier legendäre Partys und hat damit einen Mythos erschaffen.
00:20:24: Aus Kampen macht er eine Bühne….
00:20:26: Der Jetset kam auf der Insel Anfang der Siebziger.
00:20:30: Ja, cool wie er mit seinem Motorrad
00:20:32: ohne Helm
00:20:33: und coole Brille auf.
00:20:35: Der ist da zwei-drei Mal drin und das ist ein Bild was immer noch präsent ist.
00:20:40: Und es ist einfach auch cool!
00:20:41: Und der Sachs ist natürlich auch Phänomie und ich durfte ihn nochmal kennenlernen.
00:20:47: Da war er als Louis Vuitton den Laden hier hatte, in einer Krise eingeladen.
00:20:52: Also schon, zwar kurz danach ist er von uns gegangen aber Ja, da ist man schon eher fürcht.
00:21:00: Also ein toller Mann!
00:21:03: Gunther Sax ist irgendwie auch wenn er jetzt gar nicht
00:21:05: so oft
00:21:05: hier war und es heißt ja nicht auch mal durch die Pardole, die waren nie hier.
00:21:09: also stimmt einfach nicht aber hört sich gut an dann reicht wie viele.
00:21:13: Gewohnt
00:21:14: hat Gunther Sachs allerdings in Keitung Anfang der siebziger erzählt der Millionär einem Journalisten mitten auf der Straße im Kampen was ihm hier so gefällt.
00:21:25: Was gefällt einem eigentlich alles?
00:21:28: Das Meer Die Mädchen,
00:21:30: das Sorglose dahingammeln.
00:21:33: Einfach alles
00:21:37: ist wundervoll.
00:21:38: Auf die Sonne, wenn sie scheinen!
00:21:40: Das ist allerdings etwas zu helfen.
00:21:43: Ich fühle mich schon manchmal so ein bisschen wie in Affe im Zoo aber
00:21:46: mit lieben Besuchern.
00:21:47: Aber Kampfen ist ja schon so'n Ort glaube ich der so... Ja, der irgendwie auch immer manchmal polarisiert ne?
00:21:54: Manche mögen ihn.
00:21:54: Genau.
00:21:55: Wie sagt man Kampen oder isst ja dass Das Dorf der schönen und reichen, ja also immer schön bei alle.
00:22:07: Ja, es gibt in jedem Dorf gibt's Reiche und gibt's Leute die also den normalen.
00:22:12: Eine produzierte Lesion eigentlich nämlich in unserer gesamten Gesellschaft ist halt auch ein Schützelloch-Effekt das man meint man ist dabei wenn man irgendeine bestimmte Zeitung liest von mir aus sogar der Effekt oder das Erfolgskonzip des Spiegel aber auch vor allen Dingen natürlich der Illustrierten dass man manchmal ist dabei Wenn man irgendjemand sieht oder hört der sei da oder der ist da gewesen der Park da sein Wagen oder man sieht seine Frau vorbei.
00:22:36: Also dabei ist man natürlich nicht.
00:22:38: Insofern wieder, ist das ein Spiegel unserer gesamten Gesellschaft.
00:22:42: Man kann vielleicht am Rande beobachten und man kann nach Hause kommen.
00:22:46: Und was berichten?
00:22:46: Ich habe den in jedem gesehen.
00:22:47: Natürlich ist man nicht wirklich dabei!
00:22:50: Dabei sein ist oft eine Form von Status.
00:22:53: Raddatz beschreibt, im Interview, die Kampen der Partyszene als ein Schauspiel.
00:22:59: Wie läuft das ganze Spiel denn im Jahr zwanzig sechsundzwanzig?
00:23:02: Heute verkauft als Poli Tickets.
00:23:05: Für den Club eine Sicherheit für die Planung und für die Gäste, die Sicherheit überhaupt reinzukommen.
00:23:10: Nachwängsens vorwängsten.
00:23:11: grundsätzlich planen wir ab Februar intensiv einmal alles aufzurollen.
00:23:18: Ab da kann man Tische buchen, der Ticket vor Verkauf geht los...
00:23:22: Ja es ist alles sold out.
00:23:23: das heißt aber wenn man jetzt kein Ticket mehr kaufen kann darf man dann vorne hin sich hinstellen?
00:23:29: oder wie kommt man rein?
00:23:31: Wetterbedingt verkaufen wir nicht immer komplett aus!
00:23:35: Wenn das Wetter gut ist können wir sicherlich denn nochmal zehn-zwanzig Leute vielleicht hier dass die noch mal das Glück haben Hier ein Ticket ergattern zu können?
00:23:44: Da haben übrigens gerade Leute gewunken.
00:23:47: Kann man ja erzählen, das waren wahrscheinlich Gäste die jetzt schon rein wollen.
00:23:50: Fast!
00:23:50: Meine Schwester und meine Freundin.
00:23:53: Ja deine Freundin hat ja nicht viel von dir jetzt wahrscheinlich grade oder?
00:23:56: Nö aber hoffentlich danach.
00:24:00: umso mehr muss man
00:24:02: sagen.
00:24:03: Weil es ist ja auch für dich also... Du hast es gerade gesagt, du schläfst gar nicht oder anfingst eine Stunde mal kurz?
00:24:10: Genau.
00:24:11: Da habe ich mir angewöhnt einfach keinen Wecker zu stellen sondern einen Timer.
00:24:15: und wenn ich dann hierher nach... Also letztes Jahr bin ich hier immer zugekommen also bin ich eher mal gefahren und bin gegen sechs sieben in die Strandhelle noch einmal gefahren hab da nochmal aus dem rechten geschaut und bin dann ins Bett mit einem Timer gestellt auf eine Stunde Und dann bin ich wieder losgefahren.
00:24:30: Jetzt nochmal kurz zu denen zurück.
00:24:31: man kann sich auch draußen hinstellen und gucken dass man noch reinkommt.
00:24:35: Das hab ich mir so gefallen.
00:24:36: Wie, wonach guckt ihr denn, wer noch reinkommt?
00:24:38: Also was sind denn eure Gäste?
00:24:41: Wer guckt?
00:24:41: halt der Türsteher, stehst du da?
00:24:43: Wie ist denn
00:24:44: das?
00:24:46: Wir selektieren nicht.
00:24:47: Also grundsätzlich ist es nicht so, dass der mit der teuersten Uhr oder die mit der schönsten Handtasche hier dann bevorzugt werden.
00:24:55: Sicherlich werden Stammgäste bevorzuged, die halt vielleicht auch mal im Herbst herkommen oder im Frühjahr.
00:24:59: Aber grundsätzliche selekzieren wir nicht.
00:25:01: also wir mussten noch nie jemanden den Eintritt verwehren hier weil er hier gar nicht reingepasst hat.
00:25:07: das genau wie nach dem Club aus.
00:25:09: entweder man muss alt genug sein und nichts zu betrunken und dann kommt man rein.
00:25:15: Das selektiert sich aber schon.
00:25:17: Also es sind glaube ich auch keine super Fremdkörper, die sich selber hier unwohl fühlen hier weil sie gar nicht herkommen.
00:25:24: also ich glaube jeder weiß dass man hier wenn man sich hier nicht wohlfühlt, einfach nicht herkommt.
00:25:29: Also ich gehe sicherlich auch in viele Läden nicht wo ich mich nicht wohl fühle.
00:25:32: Habt ihr hier irgendwelche Regeln?
00:25:33: Gibt es Regeln?
00:25:34: also wenn natürlich hier sagt das gerade was Gott wie viele hundert Leute sind.
00:25:38: wir sitzen jetzt hier grade im vorderen Bereich.
00:25:41: Wie nennt sich dieser Bereich?
00:25:43: Die Außenbar.
00:25:44: Gibt's da Regeln?
00:25:45: worauf achtet ihr?
00:25:46: oder
00:25:47: weil du das deutsche Grundgesetz herstelt glaube ich.
00:25:51: Regeln ich glaube alle wissen sich zu benehmen, auch mit viel Alkohol.
00:25:58: Nichtsdestotrotz haben wir ich glaube pro Tag dann zwölf Securities die auch ein Auge drauf haben wo Leute sich an die wenden können wenn sie sich irgendwie bedrängt fühlen oder so.
00:26:09: bis dato hatten wir aber Widerschlägereien noch große Auseinandersetzung hier worüber wir ganz froh sind, gerade wenn die Leute dann auch schon drei Tage irgendwie nicht geschlafen haben und hier jede Party formomäßig mitnehmen.
00:26:25: Aber dadurch das sich glaube ich so viele kennen untereinander ist es halt einfach ... Ja, die Stimmung ist halt einfach schön und ausgelassen.
00:26:35: Das ist sie!
00:26:36: Genau.
00:26:36: Das habe ich ja auch schon mitbekommen.
00:26:39: Noch damit ein Kompliment auch an dich?
00:26:41: Wie hast du das geschafft?
00:26:43: Der Strön war ja auch so ein bisschen in der Kritik und ich hab ein Interview von dir gelesen, du hast gesagt das Nachtleben ist wichtig auch in Kampen.
00:26:49: Ja, absolut
00:26:49: richtig ja!
00:26:50: Und Du hast ja aus dem Pony echt noch mal so'n Place to be gemacht.
00:26:55: Wie viel steckt von Tom Kinder hier im Laden?
00:26:58: Also wie ist der das gelungen?
00:27:00: Ich glaube schon sehr viel Herzblut steckt hier drin muss man sagen also gerade da weil wir hier während Corona angefangen haben und irgendwie von Null irgendwie denn doch angefangen habe als wir das vom Oscar übernehmen durften.
00:27:15: Wart glaube ich, das Pony ist ja ein großer Name.
00:27:20: Aber Oscar hat es glaube ich mit neun und fünfzig Jahren uns verkauft... ...und da hatte er's glaube ich dann thirty-fünf Jahre betrieben.
00:27:29: Ja
00:27:29: also wie ich in neunundzwanzig jahren vielleicht diesen Laden leite weiß man nicht.
00:27:34: Ich glaube einfach vor der Tatendrang sind wir hier rangegangen!
00:27:37: Ich bin ein sehr... Ein Mensch der auf Ästhetik steht Und für mich ist es kein Nachtclub.
00:27:44: Wir haben ja Pony-Thema noch mal ganz anders gedacht, also auch aufgrund von Corona.
00:27:50: Aber auch früher als Gast durch den Strönweil gelaufen bin ... hab ich's nicht verstanden, warum man erst abends so spät die Außenbau aufmacht.
00:27:58: Super schöne Terrasse, die Leute nehmen es super an mit unserem Essensangebot und wir haben eine schöne Küche gerade für diesen unaufgeregten Snack vielleicht nach dem Strand oder Kaffee und Kuchen.
00:28:10: Wir sind ja irgendwie dann doch ein Place wo sich irgendwie viele die gar nichts mit diesem Club zu tun haben wollen oder weil sie auch gar nicht mehr die Zielgruppe sind, aber sich ja einfach auf dieser Außenterrasse sowohl fühlen.
00:28:25: Prominente Gäste habt ihr auch?
00:28:27: Aber da ist das vielleicht auch interessant dass es egal ob das ein Promi ist oder nicht.
00:28:32: Der wird jetzt auch nicht bevorzugt.
00:28:34: Da gab's mal eine lustige Geschichte, dass er vielleicht jemanden nicht reingelassen hat.
00:28:37: Und es war HP und das hat keiner gemerkt?
00:28:40: Nee!
00:28:41: Der ist ja auch immer viel hier.
00:28:42: Genau der ist auch viel hier.
00:28:43: ein sehr angenehmer Gast aber ehrlicherweise ... Moin Wir haben heute Ruhetag Danke Aber am Fratello drüben haben die auf Gleich Na viertel Stunde.
00:28:56: Ja, ein sehr angeniemer Gast.
00:28:58: wie gesagt kommt auch immer mit einer großen Truppe auch bunt gemischt vom Alter hat immer seinen Stammtisch, den er gerne hätte.
00:29:05: Er kündigt sich auch mal vorher an aber auch sehr unaufgeregt.
00:29:09: und das Schöne was ich hier immer finde die Leute sind hier nicht übergriffig.
00:29:15: Auch in den siebzigern gehörten Promis zur Partikultur im Pony.
00:29:18: schon damals sollte es exklusiv sein.
00:29:21: Wer kam rein?
00:29:22: Die Antwort Stammgäste oder hübsche Mädchen, oder Männer mit hübchen Mädchen.
00:29:29: So wurden Frauen tatsächlich damals genannt und so wurde an der Tür entschieden!
00:29:34: Das hat Renate Götzscher mal gesagt.
00:29:36: Sie hat das Pony in onehundsechzig gegründet und mit ihrem Mann zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt gemacht.
00:29:42: Sie legten den Grundstein für die Legende Pony.
00:29:45: Danach übernimmt legendär Oskar Schnitzer jetzt fit Tom die Geschäfte.
00:29:50: Was wäre für dich wenn es alles ein gutes Fingsten wird?
00:29:54: Siebenstellige Umsatz.
00:29:56: Kampen ist eben auch ein Wirtschaftsfaktor, dieser Mythos, dieser schöne Ort der zieht ja Leute an!
00:30:03: Ist es also nicht genau das worauf Kampensstolz sein kann?
00:30:06: Ich finde schon dass Kampem sich schon positionieren darf.
00:30:10: Wir sind waskein?
00:30:12: sind wir in dem Kurort?
00:30:13: Ja aber ich glaube dieses Dorf steht deutschlandweit für etwas besonderes und das immer mehr einzudämmen und es gar nicht sein zu wollen.
00:30:23: Und ich habe das mal so als Feedback Mal gegeben und hab gesagt, wir sind jetzt vielleicht da nicht der Ort, der irgendwie Wattwanderung verkaufen oder vermitteln möchte und momentan versucht das Dorf alle abzuholen und viele auch eine große Zielgruppe anzusprechen.
00:30:41: Das tut es glaube ich eh schon mit der Natur weil Kampen ist einfach ein sehr schöner Strand und ich glaube dieses Dorf an sich ist sehr schön.
00:30:48: aber ich glaub man Man braucht sich nicht verstecken mit der Historie, wofür dieses Dorf steht.
00:30:55: Und ich glaube viele Gäste verstehen gar nicht warum man sich dafür schämen müsste ein besonderer Ort zu sein wenn man Kitzbühel oder diverse andere Destinationen auf der ganzen Welt anschaut.
00:31:08: die sind alle sehr stolz da drauf so ein krasser Ort zu seien und ein besondere Ort zu Sein.
00:31:13: und Ich habe das Gefühl in den letzten Jahren dass sich Kampen immer mehr davor, dass sie sich nicht trauen.
00:31:21: Das zu sein was sie sind!
00:31:27: Mit Ausnahme von Baden-Baden will mir scheinen das
00:31:30: Bekampen tatsächlich
00:31:32: heute
00:31:33: die Crème de la Crème
00:31:34: beherbergt
00:31:35: und Anspruch darauf hat der exklusivste
00:31:38: auch
00:31:38: der Bundesrepublik zu
00:31:39: sein als
00:31:40: Badeauch.
00:31:41: Ich finde das Kampeln
00:31:42: natürlich das schönste von Södes Das Söld nicht
00:31:46: das Exklusivste
00:31:47: ist, aber was an sich der Schönste ist.
00:31:49: Was Deutschland als Erholungsraut zu bieten hat.
00:31:53: Erstaunlich!
00:31:54: Diese Meinungen sind ebenfalls aus dem Jahr twohneinzehntsech und doch so zeitlos.
00:32:00: Somit is Kampen jedem sein eigenes Kampem.
00:32:03: Zitat Ende.
00:32:05: Mein Dank geht an die Bürgermeisterin Steffi Böhme und Tom Kinder Geschäftsführer von Pony für eure Zeit und die ehrlichen Gespräche.
00:32:14: Und so geht es in der nächsten Folge weiter.
00:32:16: Gott hat mein Vater mich da aufgehalten, weil ich hätte unsere ganzen
00:32:19: Stammgäste verkraulen.
00:32:20: Ich hatte
00:32:20: alles wo für diese Laden steht was Herbert aufgebaut hat kaputt gemacht!
00:32:23: Ja
00:32:24: die Sanzibar hättest so wie wir sie alle kennen fast nicht mehr gegeben.
00:32:28: Was Niklas Sekler mir da
00:32:29: erzählt
00:32:29: ist wirklich eine spannende Vater-Sohngeschichte.
00:32:32: Ich treffe Herbert und Niklas in ihrem Weinkeller in der Sanzi bar Und Frau Geludewig, RTL Moderatoren von
00:32:39: Exklusiv
00:32:40: Warum Sie Herbert
00:32:40: Sekler schon mal geholfen hat?
00:32:42: Wir hören
00:32:43: uns in der
00:32:43: nächsten Folge.
00:32:44: Bis dahin
00:32:45: Eure Sandra Maura.
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